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REGULATORY INFORMATION MANAGEMENT · 14. MAI 2026 · AKTUALISIERT 3. SEPTEMBER 2026

Regulatory Information Management System (RIMS): Leitfaden 2026

Ein Regulatory Information Management System schafft eine kontrollierte Arbeitsgrundlage für regulatorische Produktinformationen. Es verbindet Daten, Dokumente, Rollen, Aufgaben und Submission-Status, damit Teams Märkte konsistent bedienen und Änderungen nachvollziehbar steuern können.

RIMS ist mehr als Dokumentenablage

Eine Dateiablage speichert Dokumente. Ein RIMS stellt zusätzlich Beziehungen zwischen Produkt, Variante, Markt, Dossier, Identifikator, Behörde, Aufgabe und Status her. Diese Struktur macht sichtbar, welche Information freigegeben ist, wo sie verwendet wird und wer für die nächste Aktion verantwortlich ist.

Die wichtigsten Informationsobjekte

Typische Inhalte sind regulatorische Produktstammdaten, UDI-Bezüge, Klassifizierungen, Dossiers, Zertifikate, Fristen, Submission-Pakete und Behördenrückmeldungen. Der konkrete Umfang richtet sich nach Branche, Produktportfolio, Zielmärkten und Systemlandschaft.

Schnittstellen statt neuer Datensilos

Produktstrukturen können aus PLM oder ERP stammen, Qualitätsnachweise aus einem QMS und Marketinginformationen aus PIM. Ein RIMS sollte diese Quellen nicht unkontrolliert duplizieren, sondern Verantwortlichkeiten, Versionen und Übergaben klar regeln.

Portale kontrolliert bedienen

EUDAMED, swissdamed oder FDA-Einreichungswege bleiben externe Zielsysteme mit eigenen Regeln. RIM unterstützt die Vorbereitung, Prüfung, Freigabe und Nachverfolgung der erforderlichen Daten und Dokumente. Das Behördenportal selbst wird dadurch nicht ersetzt.

Einführung in nachvollziehbaren Schritten

Ein guter Start umfasst priorisierte Use Cases, ein gemeinsames Datenmodell, Rollen, Qualitätsregeln und einen realistischen Pilotumfang. Erst wenn Verantwortungen und Freigaben funktionieren, werden weitere Produkte, Märkte und Schnittstellen skaliert.

Häufige Fragen zu RIMS

Wer arbeitet mit einem RIMS?

Vor allem Regulatory Affairs, Quality, Product Management und beteiligte Fachbereiche. Rollen und Zugriffe sollten zur Organisation und zu den Freigabeprozessen passen.

Ersetzt RIMS PLM oder QMS?

In der Regel nicht. RIMS ergänzt die Systemlandschaft um regulatorische Zusammenhänge und Prozesse und sollte relevante Daten kontrolliert mit führenden Systemen verbinden.

Womit sollte ein RIMS-Projekt beginnen?

Mit einem konkreten Prozessproblem und einem begrenzten Portfolio, anschließend mit Datenmodell, Verantwortlichkeiten, Qualitätsregeln und messbaren Abnahmekriterien.

Fachliche Orientierung – keine Rechts- oder Compliance-Beratung. Der konkrete RIM-Scope muss zu Produkten, Märkten und geltenden Anforderungen passen.

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